GEOSYSTEMS UGM2014 – Neuigkeiten in ERDAS und mehr


Zwei interessante Tage beim GEOSYSTEMS UGM2014 liegen hinter mir und man könnte eine ganze Menge Berichten. Ich will mich auf ein paar ausgewählte Neuerungen bzw. Verbesserungen konzentrieren. Wie zu erwarten setzt sich der Trend zu immer besser aufgelösten (sowohl geometrisch als auch radiometrisch) Daten fort. So können ab 2015 Satellitenbilddaten mit einer Bodenauflösung von 30 cm kommerziell vertrieben werden und mit WorldView-3 befindet sich auch schon ein System im Orbit das entsprechende Daten liefern kann.

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Bei immer mehr und immer größeren Datensätzen wird das Thema Datenplatz auch ein Thema und so kommen die angekündigten Neuerungen im ECW Format gerade recht. ECW ist, wie auch JPEG2000, ein auf Wavelet-Technologie basiertes Kompressions verfahren das ursprünglich von der Firma ER-Mapper entwickelt wurde. Die Vorteile dieser Technologie liegen darin, dass die Wavelet-Basierte Komprimierung über Skalen, also Bildpyramiden, erfolgt. Die für eine schnelle Darstellung notwendigen Bildpyramiden sind also immer schon im komprimierten File mit dabei und müssen nicht zusätzlich gerechnet und gespeichert werden. Ein weiterer Vorteil dieser Methoden liegt darin, dass auch bei recht hohen Kompressionsraten visuell (fast) kein Unterschied zum Original festgestellt werden kann. Dazu bietet JPEG2000 auch die Möglichkeit der verlustfreien Komprimierung. Beide Formate können sowohl 8 als auch 16 bit Daten komprimieren (JPEG2000 auch >16 bit). Mit der ECW v3 gibt es in Zukunft die Möglichkeit Regionen innerhalb eines ECW Datensatzes mit neuen Daten zu Füllen, ohne den ganzen Datensatz neu rechnen zu müssen. Außerdem haben die Entwickler die Berechnung von ECW und JPEG2000 deutlich beschleunigt. Mit dem neuen ERDAS Image Compressor hat man zukünfig ein Produkt, dass sowohl ECW und JPEG2000 Dateien erzeugen kann und ganz neu auch Punktwolken in das für das Streaming geeignete Format HPC überführen kann.

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Überhaupt ist das Thema Punktwolken innerhalb von ERDAS ein immer wichtigeres Thema, so werden sich die Möglichkeiten im Point Cloud Tool verbessern. Es besteht künftig die Möglichkeit Volumina direkt aus einer Punktwolke abzuleiten. Auch bei der Erzeugung von Punktwolken tut sich etwas, so wird die aktuell unbestritten beste Lösung zur Erzeugung von Oberflächenmodellen aus Bilddaten, das Semi Global Matching (SGM), dahingehend erweitert, dass zukünftig auch Satellitenbilddaten als Eingangsdaten verwendet werden können. Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass sich auch noch die Rechenzeiten in Zukunft noch reduzieren lassen und die Verwendung der relevanten Parameter klarer wird.

Innerhalb von ERDAS IMAGINE haben mich zwei Dinge besonders beeindruckt. Zum Einen die nochmals erweiterten Möglichkeiten die der neue Spatial Modeller bietet. So haben die Kollegen von GEOSYSTEMS den Spatial Modeller genutzt, um damit einen durchgehenden UAV Workflow zu entwickeln, womit die Arbeit mit UAV Daten (fast) zum Kinderspiel wird. Für alle die gerne Ihre Arbeitsumgebung an den persönlichen Geschmack (Bedürfnis) anpassen gibt es bald die tolle Möglichkeit sich das Interface genau so zu gestalten, dass eine optimale und möglichst fehlerunanfällige Arbeitsumgebung entsteht.

Bleibt zum Schluss noch die Frage nach dem Datum, nein nicht dem Geodätischen, sondern dem wann die neue Version veröffentlicht wird. Die Gerüchte, dass man noch 2014 mit der neuen Version rechnen kann verdichten sich….

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